Mitteilungen des Gemeinderates - Mai 2026
Bürgerversammlung
Am Montagabend, 30. März 2026 fand im Gemeindesaal die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Amden statt. Dabei haben die 131 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Jahresrechnung 2025 sowie dem Budget 2026 zugestimmt. Im Weiteren hat die Bürgerschaft eine Senkung des Steuerfusses um vier Prozentpunkte (auf neu 99 %) beschlossen. Der Gemeinderat hatte die Beibehaltung des bisherigen Steuerfusses beantragt. Nach der Budgetgenehmigung können nun verschiedene Projekte / Vorhaben umgesetzt werden. Der Gemeinderat dankt der Bürgerschaft herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Gesuch um Aktenherausgabe
Die Politische Gemeinde Amden ist seit 1974 Eigentümerin des nicht überbauten Grundstückes Nr. 699 im Gemeindegebiet Fli. Das Grundstück weist eine Fläche von 1'743 m2 auf und liegt gemäss Zonenplan in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Beim Gemeinderat ist ein Gesuch eingegangen, welches die Herausgabe des vollständigen Grundbuchauszugs des Grundstückes Nr. 699 und des Vertrags, der zur Eigentumsübernahme führte, eingegangen. Der Gemeinderat hat im Rahmen einer rechtsmittelfähigen Verfügung entschieden, auf das Gesuch nicht einzutreten und die vorerwähnten Aktenstücke nicht herauszugeben. Dies deshalb, weil für die Aktenherausgabe in diesem Fall nicht das kantonale Öffentlichkeitsgesetz, sondern die privatrechtlichen Bestimmungen im Schweizerischen Zivilgesetzbuch und der eidgenössischen Grundbuchverordnung anzuwenden sind. Zuständig für die Beurteilung eines allfälligen Einsichtsrechts in einen Grundbuchauszug und einen Grundbuchvertrag ist demnach nicht der Gemeinderat, sondern das Grundbuchamt.
Neue QR-Code-Bussenzettel für Parkbussen
Die Politische Gemeinde Amden führt ein neues System für die Ausstellung und Verarbeitung von Ordnungsbussen ein. Neu werden Parkbussen elektronisch erfasst und mit einem Bussenzettel versehen, der einen QR-Code enthält. Der bisherige Einzahlungsschein auf dem Bussenzettel entfällt.
Wer eine Busse erhält, kann den QR-Code scannen und gelangt auf ein sicheres Online-Portal. Dort sind alle Angaben zur Übertretung anonym ersichtlich, darunter Fahrzeug, Ort, Zeitpunkt und Grund der Busse. Die Zahlung kann direkt online per Twint, Debit- oder Kreditkarte erfolgen. Alternativ kann ein Einzahlungsschein heruntergeladen oder bestellt werden, sodass die Bezahlung weiterhin über E-Banking oder am Postschalter möglich ist. Der Zugang zum Portal ist auch ohne Smartphone über die entsprechende Website sowie mit Eingabe der Bussennummer und des Fahrzeugkennzeichens möglich.
Die neuen Bussenzettel vereinfachen die Abläufe sowohl für die Bevölkerung als auch für die Gemeindeverwaltung und reduzieren den administrativen Aufwand deutlich. Wer die Busse nicht innert 30 Tagen bezahlt oder bearbeitet, erhält automatisch eine Übertretungsanzeige mit Einzahlungsschein per Post zugestellt. Neu können zudem auch ausländische Fahrzeugkennzeichen ermittelt werden, was bisher nicht möglich war.
Das digitale Bussensystem ist seit 2020 in der Schweiz im Einsatz und wird bereits in zahlreichen Gemeinden und Kantonen verwendet. Das Ordnungsbussenverfahren bleibt anonym, persönliche Daten werden nicht dauerhaft gespeichert und eine datenschutzkonforme Zahlungsabwicklung ist gewährleistet.
Hofstettenstrasse
Im August 2024 ist beim Gemeinderat eine Petition eingegangen, welche auf der Hofstettenstrasse – zwischen der Einmündung in die Arvenbüelstrasse und dem Asylzentrum Bergruh – eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h fordert. Heute gilt auf der Hofstettenstrasse die Innerortsgeschwindigkeit (50 km/h). Um festzustellen, ob auf dem vorerwähnten Strassenabschnitt tatsächlich Massnahmen notwendig sind, wurden im August und September 2025 Geschwindigkeitsmessungen (leicht südlich des Kindergartens) vorgenommen.
Die Auswertung zeigt, dass die Fahrzeuge in beide Fahrtrichtungen in etwa mit der gleichen Geschwindigkeit unterwegs waren und die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h nur durch ganz wenige Fahrzeuge nicht eingehalten wurde. Lediglich 8.8 % der gemessenen Fahrzeuge hielten die in der Petition geforderte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h nicht ein.
Aufgrund der Resultate der Geschwindigkeitsmessung ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, dass eine Tempo-30-Zone auf der Hofstettenstrasse unverhältnismässig wäre. Da sich an der Hofstettenstrasse aber der Kindergarten und das Asylzentrum befinden, hat der Gemeinderat beschlossen, die Strecke zwischen diesen beiden neuralgischen Punkten mit Hinweisschildern "Freiwillig 30 km/h" zu versehen. Die entsprechenden Schilder sollen spätestens im Mai 2026 montiert.
Beitrag für Jugendraum
Die Politische Gemeinde Weesen betreibt seit wenigen Jahren an der Ziegelbrückstrasse einen Jugendraum. Der Jugendraum steht Jugendlichen aus Weesen und Amden ab der 5. Primarklasse bis zum 18. Lebensjahr zur Verfügung und ist drei Mal in der Woche (jeweils am Mittwochnachmittag, sowie am Freitag- und Samstagabend) geöffnet. Während den Öffnungszeiten ist eine Betreuungsperson anwesend, welche die Jugendlichen beaufsichtigt. Da das Angebot auch von Jugendlichen aus Amden genutzt wird, hat die Politische Gemeinde Weesen die Politische Gemeinde Amden im März dieses Jahres um einen Beitrag ersucht.
Aus Sicht des Gemeinderates ist es sinnvoll, wenn den Jugendlichen ein Raum zur Verfügung steht, in welchem sie sich treffen, miteinander spielen und sich austauschen können. Er hat daher beschlossen, für das Jahr 2026 einen Beitrag von 5'000 Franken zu leisten und hierfür einen Nachtragskredit zu sprechen.
Cocktailbar / Patenterteilung Lago Mio
Der Gemeinderat hat an Filipe Sousa, Rüti, wie bereits im vergangenen Jahr, für die Führung einer mobilen Cocktailbar im Raum Lago Mio das Gastwirtschaftspatent erteilt.
Patente Alpwirtschaften
Der Gemeinderat hat die Gastwirtschaftspatente für die folgenden Alpwirtschaften verlängert:
- Alpwirtschaft Strichboden an Peter Böni, Niederschlag 2229
- Alpwirtschaft Furgglen an Bettina Jöhl-Büsser, Gfell 2136
Kaufabsicht Grundstück Nr. 134 (Alverna)
Das Institut Menzingen ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 134 (Alverna). Auf dem nordwestlichen Teil des Grundstücks, das sich in der Kernzone K2 befindet, steht das Haus "Alverna", das noch bis Ende April als Ferienhaus für die Menzinger Schwestern genutzt wird. Der südöstliche Teil des Grundstücks ist aktuell nicht überbaut und befindet sich in der Gewerbe-Industriezone.
Im Frühsommer 2025 wurden die Politische Gemeinde Amden und die Ortsgemeinde Amden durch das Institut Menzingen informiert, dass der Betrieb des Ferienheims per Ende April 2026 eingestellt und das Grundstück als Ganzes verkauft werden soll. Die Ortsgemeinde Amden hat dabei Interesse bekundet, das bestehende Ferienhaus zu Wohnungen für Einheimische umzunutzen. Die Politische Gemeinde Amden möchte sich den südöstlichen Teil des Grundstücks als Standort für einen zukünftigen Werkhof der Gemeinde (evtl. zusammen mit einem Werkhof für den Forstbetrieb) sichern.
Nachdem verschiedene Gespräche geführt und Abklärungen getroffen werden konnten, haben sich das Institut Menzingen, der Gemeinderat und der Ortsverwaltungsrat in der Zwischenzeit über die wichtigsten Punkte betreffend Kauf des Grundstücks durch die Ortsgemeinde und die Politische Gemeinde geeinigt und das Grundbuchamt mit der Erarbeitung eines Kaufvertrages beauftragt. Über die Bedingungen des Kaufvertrages informieren Politische Gemeinde und Ortsgemeinde, sobald ein durch alle Parteien genehmigter Entwurf des Kaufvertrages vorliegt. Durch die Stimmberechtigen definitiv über den Kauf entschieden wird voraussichtlich im August 2026 anlässlich einer Urnenabstimmung (Politische Gemeinde), resp. anlässlich einer Bürgerversammlung (Ortsgemeinde).
Arbeitsvergaben
- Spülung von öffentlichen Abwasserleitungen und Strassenentwässerungsleitungen an die Ketrag AG, Glarus (Vergabepreis: Fr. 74'485.22 inkl. MWST)
- Baumeisterarbeiten für den Ersatz der Hydrantenleitung Fürlegi an André Thoma, Amden (Vergabepreis: Fr. 32'472.10 inkl. MWST)
- Rohrlegearbeiten für den Ersatz der Hydrantenleitung Fürlegi an die Energie Zürichsee Linth AG, Rapperswil-Jona (Vergabepreis: Fr. 15'682.05 inkl. MWST)
- Baumeisterarbeiten für den Ersatz der Faserzementleitung Stocksitten an André Thoma, Amden (Vergabepreis: Fr. 154'245.75 inkl. MWST)
- Anschaffung von Wasserzählern und Funkmodulen für die Wasserversorgung Amden an die GWF AG, Luzern (Vergabepreis: Fr. 25'636.95 inkl. MWST)
Baubewilligungen
Der Gemeinderat hat folgende Baubewilligungen erteilt:
- Ziltener Marcel und Martha, Schmerikon: Neubau Zufahrt (mit Rasengittersteinen) zwecks Erschliessung des Grundstückes Nr. 2050
- Bernhard-Wyss Claudia, Grüningen: Ersatz Cheminée durch Specksteinofen mit Verlängerung des bestehenden Kamins
Folgende Photovoltaikanlage wurde im Meldeverfahren bestätigt:
- Stockwerkeigentümergemeinschaft Tobelstrasse 12; Neubau Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie am Balkongeländer des Zweifamilienwohnhauses Nr. 2187